Auszüge aus der Konzeption der Berufsorientierenden Werkstätten


Das Konzept hat seinen Ausgangspunkt in einer Beratung im Juni 2010 mit Vertretern der Betriebe der Region, dem Kultusministerium, dem Schulträger Landkreis Börde, dem damaligen Landesverwaltungsamt, Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern sowie der Kooperationsschule Sekundarschule G.-W.- Leibniz in Wolmirstedt.

Nachfolgende Erprobungen partieller Elemente bestätigten die von allen Teilnehmern erwarteten positiven Ergebnisse.
Die Zusammenarbeit mit der Universität O. v. Guericke in Magdeburg, Studiengang Lehramt Technik verspricht eine zukunftsorientierte Entwicklung über die Schule hinaus. Erste Absprachen mit dem Kultusministerium lassen nachfolgend die Einbettung in einen Modellversuch sinnvoll erscheinen.

   

Die OECD hat als grundlegende Voraussetzung für den Eintritt in weitere Bildungs- und Berufswege die Sicherstellung der Basisbildung und der Grundkompetenzen gekennzeichnet. Berufsorientierung wird darin zum zentralen Schlüsselelement für Strategien für lebenslanges Lernen. In den nächsten Jahren sinkt die Zahl der Schulabgänger demographisch bedingt weiter. Die Wirtschaft bekundet ein zunehmendes Interesse, neue Wege zur Gewinnung des Fachkräftenachwuchses von morgen bereits heute zu erschließen.
Die Berufsorientierung muss in der Schule curricularer Bestandteil der Gesamtbildung werden. Die Erfahrungen im „Produktiven Lernen“ und im „Praxisorientierten Lernen“ bieten eine sehr gute Basis für den Übergang vom formalen wissensbasierten zum kompetenzorientierten individualisierten Lernen.

   

Die Berufsorientierenden Werkstätten bieten zukünftigen Lehrern einen Praxislernort, an dem sie moderne Technik und moderne Pädagogik vorfinden. Durch die Erweiterung der bereits vorhandenen Zusammenarbeit werden diese neuen Ansätze nach erfolgreichem Studium automatisch in weiteren Schulen zum Tragen kommen.

Das Anliegen der Einrichtung „Berufsorientierende Lernwerkstätten“ ist es, eine praxisorientierte Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft zu schaffen. Dieses zukunftsorientierte Projekt beruht auf grundlegenden Erfahrungen und zukünftigen Erwartungen, bedarf aber im Sinne einer qualitativen Ausrichtung der Unterstützung der Schulbehörden und des Schulträgers.

Das zentrale Ziel, erfolgreicheres Lernen praxisorientiert mit der Berufsorientierung zu verbinden, liegt rechtlich bedingt
in der Verantwortung der Schule, erhält aber eine zielführende Unterstützung der Wirtschaft und Verwaltung. Die pädagogische Konzeption lässt erwarten, dass junge Menschen die Fähigkeit, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und Bewusstsein und Interesse für die eigene Entwicklungsfähigkeit und Lebensgestaltung herauszubilden, umfassender entwickeln. Die Jugendlichen werden befähigt, eine fundierte Berufswahl zu treffen und eigenverantwortlich und aktiv ihre Lebens- und Berufswegeplanung zu gestalten.

Die Herausforderungen an die Lehrerinnen und Lehrer erscheinen auf den ersten Blick riesig. Bei genauer Betrachtungsweise sind es jedoch die Anforderungen, vor denen Schulen in der Zukunft stehen. Grundlegende Orientierung entnehmen wir den Berufsfeldern und den regionalen Gegebenheiten. Daraus leiten wir Tätigkeitsschwerpunkte ab, die wiederum für die Ausstattung von grundlegender Bedeutung sind. Die Zusammenarbeit mit der Universität O. v. Guericke wird dafür sorgen, dass die Ansprüche in der Schule mit den Ansprüchen in der Wirtschaft Schritt halten.

Für alle Werkstätten werden Partnerbetriebe gewonnen, mit denen eine Zusammenarbeit auf der Grundlage von Kooperationsvertragen erfolgt. Die ersten Kooperationsverträge dazu sind bereits geschlossen.

Die „Berufsorientierenden Werkstätten“ werden gemeinsam mit der Kooperationssekundarschule „G.-W.- Leibniz“ und projektbezogen mit der Geistigbehindertenschule „G. Schöne“ genutzt.


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