Zusammenarbeit mit anderen Schulen am Projekt „Berufsorientierende Werkstätten“


In dem Beratungsgespräch zur energetischen Sanierung und Erweiterung der alten Sporthalle zu „Berufsorientierten Werkstätten“ am 02.05.2013 gab es unter anderem die Frage, welche Schulen profitieren neben der Gutenberg-Schule noch von diesem Projekt.

Besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit der Universität O. v. Guericke in Magdeburg Studiengang Lehramt Technik zu. Hier werden die zukünftigen Techniklehrerinnen und –lehrer ausgebildet. Die Berufsorientierenden Werkstätten bieten den zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern einen Praxislernort, an dem sie moderne Technik und moderne Pädagogik vorfinden. Durch die Erweiterung der bereits vorhandenen Zusammenarbeit werden diese neuen Ansätze nach erfolgreichem Studium automatisch in weiteren Schulen des Landes zum Tragen kommen. Diese neue inhaltliche Ausrichtung gewinnt vor dem Hintergrund der umfassenden Schulentwicklungsprozesse in Sachsen-Anhalt zusätzlich an Bedeutung.

Die Ganztagsschule „J. Gutenberg“ ist eine von sieben durch das Kultusministerium bestätigte Referenzschule. Kultusminister Stephan Dorgerloh sagte unter anderem dazu: „Dieses Modell lädt ein, an konkreten Erfahrungen, Fragen, Problemen und Zielen gemeinsamer Praxis zu lernen und daran zu wachsen“.

Eine konkrete Zusammenarbeit ist mit der Sekundarschule „G. W. Leibniz“ und in Projektform mit der Schule für Geistigbehinderte „G. Schöne“ (Anlage DVD) vereinbart. An der Leibniz-Schule ist das „Produktive Lernen“ in den pädagogischen Prozess integriert. Dieses praxisorientierte Lernen hat zum Ziel, die Schulabbrecherquote im Einzugsbereich Landkreis Börde zu verringern. An der Gutenberg-Schule ist über den Schulversuch POL das praxisorientierte Lernen für alle Schüler verbindlich. Dies soll in Verbindung mit der Errichtung der Werkstätten auch auf die Leibnizschule übertragen werden. Eine gemeinsame Kursbildung ermöglicht z.B. ein umfangreicheres Angebot. Für das parallel beantragte Konzept der Umwandlung unserer Sekundarschule in eine Gemeinschaftsschule wird die Zusammenarbeit mit weiteren 3 Sekundarschulen im Umfeld die Bildung der gymnasialen Oberstufe (mit allgemeinen technischen Hintergrund) wesentlich unterstützen. Voraussetzung für Umsetzung unseres Konzeptes Gemeinschaftsschule sind jedoch spezielle Räume, die eigens für Werkstattarbeit vorzusehen, einzurichten und auszustatten sind. Dies erreichen wir mit der Einrichtung der „Berufsorientierenden Werkstätten“.

Die Partizipation anderer Schulen am Projekt „Berufsorientierende Werkstätten“ erfolgt auf den beschriebenen Ebenen. Wir sind davon überzeugt, dass über die Werkstätten die Qualität der pädagogischen Arbeit und der Lebensvorbereitung sowohl regional wie auch darüber hinaus landesweit verbessert wird.